01. Hanskarl Schulze 2018-07-12T09:32:18+00:00
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Hanskarl Schulze
Hanskarl Walter Georg Schulze (circa 1929)

Geburt

Hanskarl Walter Georg Schulze
14 Juli 1922
Berlin-Zehlendorf

Tod

18 Mai 2011 (88)
Berlin-Zehlendorf, Deutschland

Nationalität

Deutsch

Ehepartner

Charlotte Schulze

Kinder

Eva-Marina Schulze

Auszeichnungen

Verwundeten Kreuz 1.
Weltkrieg
(Feldwebel)

Hanskarl Schulze

Für immer im Herzen (Marina & Michael H. Schulze)

Ein Menschenleben ist schnell vorüber. Was davon übrigbleibt, ist die Erinnerung. Wir möchten an Hanskarl Schulze erinnern. Wer er war, was er machte, wie ihn andere sahen, wie er sich selbst sah, wie wir ihn sahen. Ein Nachruf für die Ewigkeit, der von seiner Tochter und seinem Enkel geschrieben wurde. Obwohl wir vieles von unserem Vater und Großvater wissen, wissen wir längst nicht alles. Einige Abschnitte seines Lebens werden deshalb für immer im Nebel der Geschichte verborgen bleiben.

Biografie

Die Kinder- und Jugendzeit ist solch eine Zeit, von der wir nahezu keine Informationen haben. Erst mit dem Abitur im Alter von 18 Jahren an der Schadow-Oberschule in Berlin-Zehlendorf steigen wir in das Leben des Hanskarl Schulze ein. Keine fünf Minuten zu Fuß vom Teltower Damm, der in den Dreißigerjahren noch „Hauptstraße“ hieß, besuchte er das älteste Gymnasium Zehlendorfs, das mit Namen wie Dr. Klaus Thomas, Vicco von Bülow, Frei Otto, Eckhart von Hirschhausen und vielen anderen verknüpft ist.

Direkt nach dem Abitur 1940 wurde Hanskarl zusammen mit seinem jüngeren Bruder Georg eingezogen, um in der Armee den notwendigen Drill für den Krieg zu erlernen. Gewaltmärsche mit vollem Gepäck über drei, zehn und 60 Kilometer ließen die jungen Soldaten erahnen, was auf sie zukommen sollte. Die beschleunigte Grundausbildung machte vor allem klar, dass Laufen und Schießen ab jetzt zu den überlebenswichtigen Fertigkeiten zählten.

Die ersten Kampfeinsätze ließen nicht lange auf sich warten. Nach kleineren Gefechten wurde Hanskarls Einheit in Richtung Osten in Marsch gesetzt. Zu dieser Zeit galt noch der Hitler-Stalin-Pakt, durch den die Sowjetunion als außenpolitischer Partner galt. Niemand ahnte, dass Hitler diesen Nichtangriffspakt brechen würde. Daher dachten die Soldaten, dass man durch russisches Gebiet marschieren würde, um die Balkanstaaten von hinten anzugreifen. Erst Tage später wurde klar, dass das Deutsche Reich die Verträge gebrochen und die vorher Verbündeten am 22. Juni 1941 angegriffen hatte. Und so stand die Einheit Hanskarls in unmittelbarem Feindkontakt mit russischen Truppen.

Fotos oder Feldpost aus dieser Zeit sind uns nicht überliefert. Wir können uns nur an den Schilderungen Hanskarls festhalten, die er bevorzugt bei Familienfeiern erzählte. Eine davon handelt von einem russischen Scharfschützen. Der Russe hatte viele Männer aus Hanskarls Einheit auf dem Gewissen, indem er genau beobachtete, wer müde war und einschlief. Diese Unaufmerksamkeit nutzte er, um sich in die beste Position zu bewegen und den tödlichen Schuss abzugeben. Hanskarl wusste um diese Methode und setzte sich bewusst hinter ein MG, wo er den Schlafenden mimte. Da der russische Scharfschütze für kurze Zeit seine Deckung aufgeben und sich bewegen musste, nutzte Hanskarl wiederum diese kleine Chance und schoss als erster.

Friedhof Zehlendorf

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Onkel-Tom-Straße, 30
Berlin

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– MARINA & MICHAEL H. SCHULZE –

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Heirat Charlotte Grell und Hanskarl Schulze (1920)

Heirat mit Charlotte Grell

1948 heiratete Hanskarl Schulze im Mai seine Cousine Charlotte Grell und wurde Weihnachten 1951 Vater einer Tochter. Er fand bei der AEG in Berlin eine Anstellung als Akquisiteur und behielt diese bis zu seinem 55. Geburtstag. Im Zuge der sich ankündigenden Insolvenz ließ er sich abfinden und meldete sich freiwillig arbeitslos, um anschließend in Rente zu gehen. Von dort an kümmerte er sich um die inzwischen drei Häuser und seine kränkelnde Ehefrau. Als Immobilienverwalter bewies Hanskarl auch weiterhin Gespür: Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges kaufte er ein preiswertes Mietshaus, das in Friedberg/Hessen direkt hinter der Südzucker-Fabrik steht. Später wurde das Haus der Tochter übertragen und schließlich, als man keinen geeigneten Verwalter mehr finden konnte, verkauft. Geraume Zeit später veräußerte man auch das Ferienhaus in Nagel/Oberfranken, das Hanskarl 1974 für die Familie angeschafft hatte.

Im unruhigen Ruhestand wollte Hanskarl die ganze Welt – eine Reise ging nach Hong Kong und Macau – bereisen, konnte das wegen der kranken Ehefrau aber nicht in dem Maße tun. Immerhin reiste er bis nach Brasilien, USA und Hawaii, wo ihn auch seine Tochter und später der einzige Enkel begleiteten. Viele Reisen führten auch an den Timmendorfer Strand. Nach dem Tod der Ehefrau ging es oft nach Gran Canaria und Teneriffa.

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Tod

In den 90er-Jahren reiste Hanskarl nach Frankreich, um die Bunker zwischen Calais und der Bretagne (Deauville) zu besuchen. Er war dort während des Krieges eine Zeit lang stationiert und ging seinen Erinnerungen nach.

Irgendwann wurde aber auch ihm die Reiserei zu viel. In den letzten Lebensjahren ließ er sich und seine Frau von verschiedenen polnischen Frauen pflegen. Kurz vor seinem 89. Geburtstag erlitt Hanskarl einen Schlaganfall und verstarb nach fünf langen Tagen im Krankenhaus.